Verfasst von: fab | 6. November 2008

James Bond “Ein Quantum Trost

Mein Name ist Bond, James Bond. Dieser Satz war in "Ein Quantum Trost" erstmalig in einem James Bond Film nicht zu hören.

Passend zum Thema gab es am Anfang ein Glas (praktisch sollte man das ganze eher Plastikbecher nennen) Martini. Irgendwie wirkte dieser zwar sehr geschüttelt, aber man will ja nicht kleinlich sein.

Nach der erfreulicherweise recht kurzen, teilweise auch stark humorvollen, Werbung ging der, für unseren Geschmackt für einen 108 Minuten Film zu lange Vorspann los. Dieser war animationstechnisch stark umgesetzt und dabei trotzdem immernoch an alte Bond Tradition angelehnt.

Filmfreunden, die keine Bondexperten sind, sollten zummindest den vorherigen Bondteil (Casino Royale) geguckt haben, da diese doch aufeinander aufbauen. Viele Personen werden aus dem vorherigen Film nahtlos übernommen, da die Handlung ja auch nur, was so direkt überhaupt nicht drastisch auffällt, eine Stunde nach Beendigung des letzten Films spielt.

Was hingegen den ganzen Film über auffiel war die Tatsache das Daniel Craig sich als Bond nicht in den Anzug einpasst wie es ein Pierce Brosnan oder Sean Connery getan haben. Dies nimmt dem Film seine gewisse Eleganz welche vormals typisch für James Bond Filme war.
James Bond 22 Ein Quantum Trost ab heute im Kino
Bildquelle
Nichts desto trotz war den ganzen Film über die ebenfalls Bond typische, actionreiche Handlung deutlich zu verspüren. Etwas zu gewohnt waren Szenen, die den Zuschauer stark an vergangene Bond Filme erinnerte. Einiges wirkte somit nahezu kopiert.

Ein mulmiges Gefühl bekam der Zuschauer, als Bond in einer Straßenverfolgungsjagt die Gegner nicht mithilfe der Gadgets in seinem Aston Martin DBS sondern ausschließlich mit fahrerischem können abhängte.
Diskutabel ist ebenfalls die, aus meiner Sicht, zu wirre Kameraführung in einigen ausgewählten Szenen. Allerdings ruft diese zummeist eine deutlich gestiegene Autentizität hervor.

Daniel Craig in seinem Aston Martin DBS

Bildquelle]

Bonds noch intakte DC3
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All dieses soll jedoch nicht über die grandiosen Dinge, wie zum Beispiel eine Luftschlacht zwischen Bond und einem nicht weiter genannten Verfolger, welche, auch auf Grund des Einsatzes der DC3 zu einem ganz besonderen Highlight wird, hinwegtäuschen. Sehr diskutabel war jedoch die Auswahl des typischen Bondgirls.
Olga Kurylenko, welche kürzlich in Hitman überzeugte, spielte ihre Rolle zwar ausreichend, jedoch wurde auch ihr vorgeworfen das sie nicht gut genug war um sich in die Reihe der großartigen Bondgirls einreihen zu dürfen. Sie überzeugte weder durch ihre schauspielerische Leistung, noch ihr aussehen, geschweigedenn durch ihre Kleidung, den Zuschauer.
Ab dem 20. November 2008 ist Olga Kurylenke erneut in Deutschland auf der Leinwand zu sehen. Dann allerdings an der seite von Max Payne als Natasha Sax. Hoffentlich kann sie in dieser Rolle mehr überzeugen!

Trotzalledem ist "Ein Quantum Trost" ein muss für jeden Bond Fan, aber auch für actionbegeisterte Filmfreunde, die schon bei Stirb Langsam 4.0 von den dynamischen Kameraeinstellungen überzeugt waren, eine Empfehlung wert.
Die anspruchsvoll dargestellten Nebencharaktere geben dem Film eine zusätzliche gute Note.
Die Story war genial auf den Film adaptiert und ebenso genial, nicht nur durch die schauspielerische Leistung der meisten Darsteller, umgesetzt.
Weder Action noch wahre Handlung kamen zu kurz, einzig wurden die ebenfalls typischen humoristischen Stellen verstärkt in den Film integriert.
Das es keine echte James Bond Liebesszene gab wird jeder echte Bond Fan verschmerzen können – vielleicht wurde das aber auch in anbetracht des Bondgirls bewusst weggelassen!

Fazit: 7/10 möglichen Punkten – überdurchschnittlich gut, jedoch nicht überragend!
Olga Kurylenke in ihrer ersten Bondgirl Rolle
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Antworten

  1. Ich finde es eigentlich traurig, dass die Bond-Filme die alten Traditionen vernachlässigen. Auch wenn die neuen Filme durchaus sehenswert sind, so muss doch Bond sich in gepflegter Manier vorstellen und diese ‘Martini geschüttelt nicht gerührt’- Floskel vom Stapel lassen.
    Ich habe grade einen Artikel über Daniel Craig gefunden: Die Droge Craig

  2. Theoretisch eine geniale Sache, ich überlege mir aber, ob dies dauerhaft umsetzbar ist.


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